14.04.2004
Der Kreis als Symbol für Demokratie - von Veyis Yagir
ZEUS- Reporter im Düsseldorfer Landtag
2 Zeusklassen aus Gelsenkirchen ( 10. Klasse Gauß- Gymnasium ) und Gladbeck ( 10.1 Ingeborg- Drewitz- Gesamtschule ) sind in den Düsseldorfer Landtag eingeladen worden und diskutierten engagiert mit dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Röken über Themen, die Jugendliche interessieren.
Zum Programm gehörten außerdem die Teilnahme an einer Ausschusssitzung zum Thema „ Stadtentwicklung in NRW bis zum Jahre 2015“, sowie ein geschichtlicher Rückblick auf 50 Jahre NRW und eine Führung durch das beineindruckend moderne Landtagsgebäude, das genau am Rheinufer liegt.
Auffällig ist, dass nicht nur der Plenarsaal, sondern auch alle anderen Sitzungsräume kreisförmig sind. „Der Kreis symbolisiert die Demokratie“, erklärte die Führerin, „alle Sitzungsteilnehmer sind gleichberechtigt bei Beratungen und Entscheidungen.“ Dieser verblüffende Gedanke müsste doch eigentlich auf Klassenzimmer übertragbar sein! Es sollten also Schüler und auch Lehrer im Kreis sitzen, damit jeder auf der gleichen Ebene ist.
Die Diskussion mit Wolfgang Röken geht auf Wunsch der Schüler mit dem aktuellen Thema Europa los.
„Die EU ist sehr wichtig für NRW“, betont Röken „ Unser Land wäre als selbstständiger Staat der 6. Größte aller europäischen Industrieländer, darum müssen wir unsere Interessen mit Hilfe einer Art „Europaminister“ in Straßburg und Brüssel vertreten.“ Auch auf Fördermittel aus der europäischen Kasse für den Strukturwandel im Ruhrgebiet sei das Land angewiesen.
Auf die „hässlichsten Bahnhöfe überhaupt“ ( Hauptbahnhof Gelsenkirchen und Gladbeck- West) angesprochen, versichert er: „ Der neue Hauptbahnhof wird zur Fußballweltmeisterschaft fertig werden! Gladbeck- West gehört zu einem anderen Zeitplan.“
Die Schüler/Innen wollen vor allem wissen, wie das Interesse an Politik verstärkt werden kann. Röken fordert die Schüler auf, sich auf städtischer Ebene umzuschauen und in die Jugendorganisationen der Partein zu schnuppern. „Eine erfolgreiche Unterschriftenaktion von Jugendlichen in NRW,“ ergänzt er „hat gerade den Landtag gezwungen, neu über Jugendförderung nachzudenken und Gesetze neu zu fassen.“
Einen ersten Einblick in die Arbeit von Abgeordneten haben wir gewonnen, offen gebliebene Fragen mussten in der Schule geklärt werden. Der Landtag ist zwar kompliziert organisiert, hat aber den Jugendlichen die Chance gegeben, ihr Interesse an Politik zu wieder zu entdecken.



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