18.05.2004

"Europa ist weit weg" - Wahlkampf im Doppeldecker-Bus: Püchel und Stockmann in Halberstadt - von Sandra Klose, Magdeburger Volksstimme

 







Irmgard und Günter Klose (links) unterhielten sich mit SPD-Landeschef Manfred Püchel und dem EU-Abgeordneten Ulrich Stockmann (rechts) auf dem Fischmarkt über die Europawahl


Halberstadt - In einem roten Cabrio-Doppeldecker-Bus fahren sie zurzeit durch Sachsen-Anhalt: SPD-Landeschef Manfred Püchel und der Europa-Abgeordnete Ulrich Stockmann. Es ist Wahlkampf. Deshalb suchen die Politiker den Kontakt zum Wähler, und das möglichst auffällig - auch auf dem Halberstädter Fischmarkt 

 

Seit einigen Tagen hängt sein Plakat an vielen Laternenmasten im Landkreis. Kein reißerischer Slogan ziert sein Gesicht auf dem Pappschild. "Ulrich Stockmann" lautet die einfache Aufschrift. Ganz klein am oberen Rand ist noch "Unser Mann in Europa" zu lesen. Dass man den Leuten sagen muss, wer er ist, weiß Stockmann. "Ich glaube nicht, dass ich in der Bevölkerung bekannt bin", sagt er selbst. 

 

Stockmann will wieder als einer von zwei Kandidaten Sachsen-Anhalts ins Parlament der Europäischen Union gewählt werden. Deshalb sitzt er in einem roten Doppeldecker-Bus auf dem Fischmarkt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Manfred Püchel ist er vier Wochen lang in 30 Städten des Bundeslandes unterwegs. 

 

Vor dem Bus werden Info-Stände aufgebaut. Die Politiker halten nach gesprächsbereiten Einheimischen Ausschau. Stockmann spricht Irmgard und Günter Klose aus Halberstadt an, wirbt für die Europawahl, die zusammen mit der Kommunalwahl am 13. Juni stattfindet. "Wir gehen auf jeden Fall wählen. Man muss ja seine Meinung sagen", reagiert Irmgard Klose. Stockmann sei ihr bekannt. "Schließlich sind wir an Europa interessiert. Ein friedliches Miteinander - das ist, was zählt", fügt sie hinzu. 

 

 

Auf Wahlkampf-Veranstaltungen werde er nicht oft auf Europa angesprochen, sagt Stockmann. Die Leute bewege eher, was vor ihrer Haustür passiere. Neben ihm diskutiert Manfred Püchel gerade mit einem Halberstädter über den Abriss des ehemaligen HO-Warenhauses. 

 

"Oft geht es aber auch um den Irak. Die Leute haben Angst vor dem Krieg und sind froh über das klare 'Nein' des Kanzlers zu einer Beteiligung Deutschlands", erzählt Stockmann. Deshalb wird die Position der Sozialdemokraten zum Thema auch weiter für den Wahlkampf genutzt. Stockmanns Kernthema ist aber der Verkehr. Er will den Wählern nahe bringen, "dass Europa gar nicht so weit weg ist", sondern sprichwörtlich in jeder Straßenecke des Landkreises steckt. "Das beste Beispiel ist die B6n. Erst durch EU-Fördermittel sind außerdem noch viele andere Bauprojekte rund um Halberstadt möglich geworden", sagt der 53-Jährige. Trotzdem ist er sich bewusst: "Europa ist in den Köpfen der Menschen weit weg. Jeder kennt den Bürgermeister oder auch Kommunalpolitiker, aber eben nicht den Europa-Abgeordneten. Deshalb bin ich hier."

 

Artikel in der Volksstimme.

18.05.2004

"Europa ist weit weg" - Wahlkampf im Doppeldecker-Bus: Püchel und Stockmann in Halberstadt - von Sandra Klose, Magdeburger Volksstimme

 







Irmgard und Günter Klose (links) unterhielten sich mit SPD-Landeschef Manfred Püchel und dem EU-Abgeordneten Ulrich Stockmann (rechts) auf dem Fischmarkt über die Europawahl


Halberstadt - In einem roten Cabrio-Doppeldecker-Bus fahren sie zurzeit durch Sachsen-Anhalt: SPD-Landeschef Manfred Püchel und der Europa-Abgeordnete Ulrich Stockmann. Es ist Wahlkampf. Deshalb suchen die Politiker den Kontakt zum Wähler, und das möglichst auffällig - auch auf dem Halberstädter Fischmarkt 

 

Seit einigen Tagen hängt sein Plakat an vielen Laternenmasten im Landkreis. Kein reißerischer Slogan ziert sein Gesicht auf dem Pappschild. "Ulrich Stockmann" lautet die einfache Aufschrift. Ganz klein am oberen Rand ist noch "Unser Mann in Europa" zu lesen. Dass man den Leuten sagen muss, wer er ist, weiß Stockmann. "Ich glaube nicht, dass ich in der Bevölkerung bekannt bin", sagt er selbst. 

 

Stockmann will wieder als einer von zwei Kandidaten Sachsen-Anhalts ins Parlament der Europäischen Union gewählt werden. Deshalb sitzt er in einem roten Doppeldecker-Bus auf dem Fischmarkt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Manfred Püchel ist er vier Wochen lang in 30 Städten des Bundeslandes unterwegs. 

 

Vor dem Bus werden Info-Stände aufgebaut. Die Politiker halten nach gesprächsbereiten Einheimischen Ausschau. Stockmann spricht Irmgard und Günter Klose aus Halberstadt an, wirbt für die Europawahl, die zusammen mit der Kommunalwahl am 13. Juni stattfindet. "Wir gehen auf jeden Fall wählen. Man muss ja seine Meinung sagen", reagiert Irmgard Klose. Stockmann sei ihr bekannt. "Schließlich sind wir an Europa interessiert. Ein friedliches Miteinander - das ist, was zählt", fügt sie hinzu. 

 

 

Auf Wahlkampf-Veranstaltungen werde er nicht oft auf Europa angesprochen, sagt Stockmann. Die Leute bewege eher, was vor ihrer Haustür passiere. Neben ihm diskutiert Manfred Püchel gerade mit einem Halberstädter über den Abriss des ehemaligen HO-Warenhauses. 

 

"Oft geht es aber auch um den Irak. Die Leute haben Angst vor dem Krieg und sind froh über das klare 'Nein' des Kanzlers zu einer Beteiligung Deutschlands", erzählt Stockmann. Deshalb wird die Position der Sozialdemokraten zum Thema auch weiter für den Wahlkampf genutzt. Stockmanns Kernthema ist aber der Verkehr. Er will den Wählern nahe bringen, "dass Europa gar nicht so weit weg ist", sondern sprichwörtlich in jeder Straßenecke des Landkreises steckt. "Das beste Beispiel ist die B6n. Erst durch EU-Fördermittel sind außerdem noch viele andere Bauprojekte rund um Halberstadt möglich geworden", sagt der 53-Jährige. Trotzdem ist er sich bewusst: "Europa ist in den Köpfen der Menschen weit weg. Jeder kennt den Bürgermeister oder auch Kommunalpolitiker, aber eben nicht den Europa-Abgeordneten. Deshalb bin ich hier."

 

Artikel in der Volksstimme.

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