Europas Zukunft - von Maxie Quaiser

Die junge Präsidentin des Konvents schaut freundlich in eine Runde Gleichaltriger. Sie strahlt, während sie drei älteren Herren erläutert, was es mit dem "Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger 2004" auf sich hat. Diese drei Männer und eine Frau wurden zur Abschlusspräsentation des Konvents eingeladen, um als sogenannte "Experten" mit den jungen Menschen zu diskutieren. Es sind Dietrich von Kyaw, ein Botschafter außer Dienst, Dr. Dieter Senoner, der stellvertretende Europabeauftragte des Berliner Senats, Dr. Andreas Maurer, der Leiter der Forschungsgruppe Europa und Agneska Walter-Dropp, die Botschafsrätin für Polen.

 

Alles begann 2003, als sich 105 junge Europäerinnen und Europäer unter der Schirmherrschaft von Renate Schmidt in Berlin trafen, um gemeinsam Ideen und Konzepte bezüglich Europa auszutauschen. In einem gewählten Präsidium wurde abschließend ein gemeinsames Ergebnispapier vorgestellt.

Auch in diesem Jahr teilten sich die Teilnehmer/innen, die unter anderem aus den neuen Mitgliedstaaten der EU stammen und die gesamten Kosten für den dreitägigen Konvent aus eigener Tasche bezahlt haben, in drei Arbeitsgruppen auf. Aktuelle Kernthemen bildeten die europäische Verfassung, die europäischen Grenzen, sowie die Bedeutung Europas in der Welt.

 

Wie intensiv und letztendlich erfolgreich die Teilnehmer/innen des Europakonvents auch diesmal in den drei Tagen gearbeitet haben, lässt sich an ihrem Ergebnispapier erkennen. Dieses wird auch von den geladenen " Experten" als " ausgewogen" und "hochinteressant" gelobt. Trotzdem kommt es nach der Präsentation noch zu einer konstruktiven Diskussion innerhalb der Teilnehmer/innen und den Experten. In gewissen Punkten sind sich auch die Experten untereinander nicht einig, sodass die Konventsteilnehmer sie mitunter aufklären müssen.

 

Von Müdigkeit und Erschöpfung nach der dreitägigen, fast pausenlosen Arbeit, sieht man während der Debatte nur wenig. Die jungen Europäerinnen und Europäer sind auch am letzten Tag noch mit vollem Elan dabei.

Es lässt sich nur hoffen, dass diese Art von jungen Menschen auch weiterhin nicht nachlassen und darin unterstützt werden, ihr pro europäisches Denken und ihre Ideen publik zu machen. Denn sie sind die Zukunft und Hoffnung Europas.

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