20.03.2004

Ziel: Vereinigte Staaten von Europa (USE) ? - KOMMENTAR von Veyis Yagir

Die 25 EU- Staaten, die ab dem 1. Mai 2004 die EU umfassen, haben es bisher nicht geschafft, eine Verfassung zu verabschieden. Am 25. März treffen sich alle Regierungschefs, um einen weiteren Versuch zu starten. Eigentlich fehlt bei der ganzen Diskussion das Hauptziel: Soll es am Schluss die Vereinigten Staaten von Europa ( USE ) geben? Also ähnlich wie die mehr als 50 amerikanischen Einzelstaaten, die sich zu den USA zusammengeschlossen haben.

 

Es gibt eine ganze Reihe von Argumenten, die für dieses Ziel sprechen. Einmal würden die Europäer als gleichberechtigt zu den USA wahrgenommen. Am Irak- Krieg hat man gesehen, wie gespalten Europa noch wirkt. Warum benutzen wir eigentlich den Euro, sind aber in Wirklichkeit keine „Europäer“ im Sinne eines richtigen Staates?

 

Als zweites Argument muss hervorgehoben werden, dass die einzelnen europäischen Staaten eine globale Politik betreiben, z. ß. Deutschland in Afghanistan, Polen und England im Irak und Frankreich und Spanien in Nordafrika. Ich stelle mir vor, dass die USE ein viel stärkeres Gewicht in weltpolitischen Fragen hätten. Beispielweise wäre der Einfluss im Nahen Osten ( Israel gegen Palästinenser ) wesentlich stärker. In Richtung auf eine friedliche Entwicklung wäre das ein großes Plus.

 

Zum Dritten würde ich vermuten, dass Deutschland erhalten bleibt wie z. ß. Texas innerhalb der USA, oder Frankreich wie Florida oder Malta wie New Jersey. Damit will ich sagen, dass diese alten Kulturen erhalten bleiben.

Auf der anderen Seite haben auch die Contra- Argumente große Bedeutung. Es ist sicher schmerzlich für die Deutschen, die Franzosen, die Engländer, die Esten und alle anderen, wenn ihr bisheriger Staat seine Souveränität verliert. Hier werden zum Teil tausendjährige Traditionen über Bord geworfen. Ob die jeweiligen Bevölkerung das will, ist auch eine offene Frage. Zu dieser Argumentationskette gehört auch, dass die wichtigsten politischen Entscheidungen nicht mehr in den jeweiligen Hauptstädten, sondern in Brüssel oder Straßburg getroffen werden. Auch dies wird für viele Menschen schwer zu akzeptieren sein. Damit verbunden wird vielen bewusst werden, dass mit den Vereinigten Staaten von Europa ein starker Machtverlust des eigenen Staates einhergeht. Sollen wirklich „ ausländische“ Politiker für uns entscheiden?.

Insgesamt ist es sehr schwer hier zu einer festen Meinung zu kommen. Ich als Europa- Reporter finde die Pro- Argumente wichtiger. Mich überzeugt, dass Europa eine friedliche Politik in Zukunft durchsetzen will und hier ein Gegengewicht gegenüber den USA aufbaut. Ich habe auch nichts dagegen, von einen fähigen dänischen Politiker, um ein Beispiel zu nennen, regiert zu werden. Darum setze ich mich dafür ein, dass der Europa- Gedanke in Deutschland weiter gefördert wird. Ich bin auch der Meinung, dass die Schulen sich dieses Thema verstärkt vornehmen sollten. 

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