Europa-Kommunikation in Deutschland


Grundlagen

Die staatliche Europa-Kommunikation in Deutschland folgt den institutionellen Zuständigkeiten der Europapolitik, die auf mehrere Ebenen und Einrichtungen verteilt sind. Vergleichbar mit der Europa-Koordinierung ist die Europa-Kommunikation kein eigentlicher Politikbereich, sondern eine Querschnittsaufgabe. Für allgemeine und ressortübergreifende europapolitische Öffentlichkeitsarbeit sind die größten nationalen Akteure das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und das Auswärtige Amt, für die europäische Ebene die Vertretung der Europäischen Kommission und das Informationsbüro des Europäischen Parlaments. Die deutschen Länder koordinieren die europapolitische Öffentlichkeitsarbeit in einer Unterarbeitsgruppe der Europaministerkonferenz (derzeitiger Vorsitz: Berlin). 

Grundsätzlich betreibt jede dieser Institutionen eigenständige Öffentlichkeitsarbeit. Zum Einsatz kommen neben klassischen Formaten wie Veranstaltungen und Printprodukten zunehmend Onlineangebote. Zur Koordinierung der Aktivitäten wurde 2007 das sog. Trilaterale Treffen von Bundesregierung, Vertretung der Europäischen Kommission und Informationsbüro des Europäischem Parlaments  initiiert, das in unregelmäßigen Abständen stattfindet und das zur gegenseitigen Unterrichtung über geplante Maßnahmen auch mit externen Partnern wie dem Netzwerk EBD oder der Europaministerkonferenz dient. 2011 wurde das Trilaterale Treffen unter dem Titel "Multilateraler Dialog Europa" mit weiteren Partnern neu aufgelegt.

Einen Schritt weiter geht die sog. Aktion Europa, in der Europäische Kommission, Europäisches Parlament und Bundesregierung seit 2007 eine gemeinsame europapolitische Öffentlichkeitsarbeit durchführen. Wichtigstes Instrument ist die sog. Verwaltungspartnerschaft der genannten Akteure.

Neben der Information von allgemeiner Öffentlichkeit und fachspezifischen Zielgruppen vornehmlich durch staatliche Europa-Kommunikation versuchen Verbände, Stiftungen und viele weitere Akteure der Zivilgesellschaft die Bürgerinnen und Bürgern für den europapolitischen Dialog zu gewinnen. In letzter Zeit wurde außerdem versucht, diese direkt an europapolitischen Konsultationsverfahren und Entscheidungsprozessen zu beteiligen.


Nachrichten des Netzwerks EBD und seiner Mitglieder

09.05.12

EBD Exklusiv: Zyprische EU-Ratspräsidentschaft möchte Solidarität und Effizienz innerhalb der EU verstärken

Welche Herausforderungen das südlichste und zugleich östlichste Land der EU ab 1. Juli zu bewerkstelligen hat, stellte gestern die zyprische Innenministerin im EBD Exklusiv: Zypern vor der EU-Ratspräsidentschaft vor. Der zyprische Vorsitz im Ministerrat verschreibe sich den Themen ‚Solidarität‘ und ‚Effizienz‘ innerhalb der EU. In diesem Rahmen solle die EU wettbewerbsfähiger werden und ihre Rolle in der Welt als „Global Player“ stärken.   mehr...

09.05.12

Europa feiert den 9. Mai - EBD mit Projekten von vier Mitgliedsorganisationen dabei

Heute feiert Europa den 62. Geburtstag der Schuman-Erklärung, auf die die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl zurückgeht. Zum Europa-Tag gibt es europaweit Aktionen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Auch in Deutschland: vom Saarland bis Berlin, von Schleswig-Holstein bis Baden-Württemberg sorgen vier Mitgliedsorganisationen im Netzwerk EBD mit innovativen Aktionen für proeuropäische Breitenwirkung.   mehr...

07.05.12

"EU-Trends" ermitteln europapolitische Prioritäten zivilgesellschaftlicher EU-Akteure

Wo liegen die europapolitischen Prioritäten und Erwartungen der Interessengruppen in Deutschland? Wie verfolgen und bewerten Interessengruppen aktuelle EU-Politiken – und welche Bedeutung haben die Schwerpunktthemen der europäischen Institutionen für die politische Arbeit der organisierten Zivilgesellschaft? Die „EU-Trends 2012“ – eine heute gestartete online-Umfrage von EurActiv.de und Netzwerk EBD – sollen Antworten auf diese Fragen geben.   mehr...

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Dokumente

Netzwerk EBD (Hg.): Europa als "Good News"?, Dossier zum Diskussionsforum am 27. April 2006 im Auftrag der Bundesregierung zu Prozessen und Chancen der Europa-Kommunikation in Deutschland.


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