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Arbeitskreis deutscher Bildungstätten e.V. - Unabhängige Institutionen für politische Bildung und Jugendarbeit


Kontakt

Mühlendamm 3
D - 10178 Berlin

Fon: +49 (0)30 400401 00 
Fax: +49 (0)30 400401 22

Internet: www.adb.de
E-Mail: info(at)adb.de


Europaprofil

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen politischer Jugend- und Erwachsenenbildung mit unterschiedlichen Profilen. Dazu gehören Jugendbildungsstätten, Heimvolkshochschulen, internationale Begegnungsstätten und Akademien der parteinahen Stiftungen.

Sie widmen sich schwerpunktmäßig der politischen Bildung, Jugendbildung, Weiterbildung sowie der internationalen und interkulturellen Bildung.

Der Arbeitskreis will die außerschulische Bildung, insbesondere die politische Bildung als Element der Allgemeinbildung, fördern. Der AdB ist konfessionell und parteipolitisch nicht gebunden. Er bietet ein Forum für fachlichen Erfahrungsaustausch, Fortbildung und gemeinsame bildungspolitische Interessenvertretung.

Als wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur der Jugendhilfe auf Bundesebene wird der Verband vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

"Demokratie braucht politische Bildung" diese Aussage kennzeichnet das Selbstverständnis des AdB, der 1959 als pluralistischer Zusammenschluss von Institutionen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung gegründet wurde. Sie vereinigten sich in dem Ziel, durch politische Bildung die noch junge Demokratie zu stabilisieren und zu ihrer Weiterentwicklung unter sich verändernden Bedingungen beizutragen. Diese Bildungsstätten sind Orte der Begegnung zwischen Menschen aus verschiedenen Bevölkerungskreisen und Lebenswelten. Sie ermöglichen die Auseinandersetzung mit dem Politischen und die Erfahrung, dass Demokratie nicht nur ein politisches System ist, sondern auch im Alltag gelebt wird.

Die europäische und internationale Bildungsarbeit ist wesentlicher Bestandteil der Verbandsaufgaben. Der AdB organisiert bilaterale Fachprogramme für die Fortbildung pädagogischer Fachkräfte, veranstaltet internationale Seminare und Konferenzen und unterstützt Demokratieentwicklung und den Aufbau von Strukturen demokratischer Jugend- und Erwachsenenbildung in anderen Ländern.

Die Internationale Bildungsarbeit des AdB greift im Wesentlichen folgende Themenkomplexe auf:

- Demokratieentwicklung/Menschenrechte
- Antidiskriminierung/Geschlechtergerechtigkeit (Gender Mainstreaming)
- Konflikttransformation/interkulturelles Lernen
- Migration/soziale Dimension der Globalisierung
- Partizipation von Jugendlichen in gesellschaftlichen Prozessen.

Entwicklungsstationen
Seit seiner Gründung im Jahr 1959 hat der AdB Partnerschaften mit Organisationen im Ausland entwickelt, die ein ähnliches Selbstverständnis haben und vergleichbare Ziele verfolgen. Was mit punktuellen Beteiligungen an internationalen Initiativen begann, wurde später kontinuierlich zu langjährigen Projekten und Partnerschaften ausgebaut.

Die internationale Arbeit des AdB knüpfte in ihren Anfängen an der Tradition der Bildungsstätten an, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg mit der Organisation von internationalen Bildungsveranstaltungen ihren Beitrag zur Versöhnung leisten wollten.

Mit Partnern in Polen (seit 1975), Israel (seit 1978) und der Sowjetunion/Russland (seit 1983) wurden jedes Jahr Fachprogramme durchgeführt. Demokratieentwicklung war das Thema kurzfristiger Projekte und einer befristeten Zusammenarbeit – wenn auch unter sehr unterschiedlichen Fragestellungen – mit Frankreich (1976), Großbritannien (1976-79), Italien (1981-84), Litauen (1993-96), Estland (1992-94) und Bulgarien (1993).

Nach dem Zusammenbruch der Blocksysteme und den damit verbundenen politi-schen, sozialen und wirtschaftlichen Umbrüchen wurde seit Beginn der 90er Jahre unter dem Motto „Lernen für die Demokratie“ die Zusammenarbeit mit Partnern in Mittel- und Osteuropa, vor allem in Russland (mit der Moskauer geisteswissenschaftlich-sozialen Universität und der „Bewegung der Frauen Russlands“), der Mongolei (mit der NGO „Sunrise“ und der Stadt UlaanBaatar) und den palästinensischen Autonomien (Jerusalem Centre for Women und Institute for Peace and Democracy) aufgebaut und vertieft. Die jährlichen Fachprogramme mit Israel – viele Jahre mit dem Rutenberg-Institut für Jugenderziehung in Haifa, seit 1994 mit Givat Haviva, der zentralen Bildungsstätte der Kibbuzbewegung – setzen sich mit den Herausforderungen der demokratischen Entwicklung in beiden Ländern auseinander. Am Anfang der Zusammenarbeit mit dem Spanischen Volkshochschul-Verband FEUP (seit 1984) stand der Versuch, die junge spanische Demokratie durch partizipative Ansätze in der Bildungsarbeit zu unterstützen.

2002 wurde auf Initiative des AdB das Europäische Bildungsnetzwerk für Demokratie und Menschenrechte „DARE“ mit Sitz in Belgien gegründet. „DARE – Democracy and Human Rights Education in Europe“ haben sich aktuell 36 Organisationen in 26 Ländern angeschlossen. Ein sechsköpfiger Vorstand, dem Dr. Hannelore Chiout, AdB, vorsitzt, koordiniert die Aktivitäten. Das Netzwerk wurde als Grundtvig-4-Projekt von der Europäischen Kommission gefördert.

DARE umfasst NGOs, Bildungs-, Forschungs- und andere Organisationen, die ihre vorrangige Aufgabe in der Erziehung zu Menschenrechten und demokratischer Bürgerschaft sehen. DARE will für seine Mitglieder eine Plattform für Partnerschaften, Kooperation und Strategieentwicklung bieten, auf der Informationen, exemplarische Materialien, Methoden und Fachkräfte ausgetauscht und gemeinsame Bildungsprojekte, Qualitätsstandards und gute Praxis entwickelt werden.

Ständige Arbeitsgruppen beraten Bildungs-, politische und operationale Fragen, jährlich finden Seminare und Konferenzen statt, und regelmäßig erscheint ein "Newsletter". Die Erschließung von Fördermöglichkeiten für gemeinsame Projekte sowie die Zusammenarbeit mit anderen NGOs und wichtigen Organisationen und Verbänden auf europäischer und internationaler Ebene sind geplant.


Nachrichten

16.03.10

AdB: EU-Politik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung

AdB-Publikation zum Einfluss europäischer Bildungspolitik auf die außerschulische Bildung in Deutschland  mehr...


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