EBD und EPSO blicken auf EU-Auswahlverfahren 2011
Am 16. März beginnt die Ausschreibung des diesjährigen allgemeinen Auswahlverfahrens für eine Beamtenkarriere in den EU-Institutionen. Wie das Verfahren abläuft, welche Kompetenzen gefordert sind und was für ein Arbeitsumfeld die erfolgreiche Kandidaten erwartet, stellte der Direktor des Europäischen Amts für Personalauswahl (EPSO), David Bearfield, am 28. Januar vor. Mehr als 170 Bewerber und Multiplikatoren nahmen am EU-Briefing von EBD und Kommissionsvertretung teil.
Gastgeber Matthias Petschke machte in seiner Begrüßung deutlich, was für ihn den Reiz einer Karriere als EU-Beamter ausmache: die Möglichkeit, immer wieder den Posten und damit die Perspektive auf EU-Politik zu wechseln – auf mitgliedstaatlicher Verantwortungsebene seien solche Wechsel von einem Ministerium ins andere kaum möglich. Diese Perspektive führte auch Bearfield aus dem britischen Verkehrsministerium zu den EU-Institutionen und zuletzt zu
EPSO, wo er in den vergangenen Jahren vor allem an der Reform der Auswahlverfahren für EU-Beamte arbeitete. Die seit 2010 angewendeten neuen „Competitions“ um eine Karriere bei der EU seien vor allem regelmäßiger, leichter zugänglich und stärker kompetenzorientiert, führte Bearfield in seinem
Vortrag aus – prominentestes „Opfer“ der Reform sei der gefürchtete, aber wenig aussagekräftige EU-Fachwissenstest. Wer es durch das Bewerbungsverfahren auf eine sog. Reserve-Liste schaffe, dem werde nun häufiger und schneller ein Vertrag angeboten als vorher.
Gemeinsam mit Matthias Schikorski, der im
Auswärtigen Amt für die EU-Personalpolitik zuständig ist, stand Bearfield den Zuhörern im Anschluss Rede und Antwort. Die Chancen für deutsche Bewerber, Karriere bei der EU zu machen, sind übrigens auch im neuen Auswahlverfahren sehr gut: Auch dank der vom Auswärtigen Amt organisierten Vorbereitungsseminare stünden, verriet der EPSO-Direktor, auf der noch unveröffentlichten Reserveliste der Competition des vergangenen Jahres mehr Anwärter aus Deutschland als aus jedem anderen Mitgliedstaat.
Bearfields Vortrag gibt es
hier zum Download.
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